PFLEGE ALLROUNDER

MEINE 4 ESSENTIALS

Es gibt bestimmte Produkte die ich aus meinem Badezimmer nicht mehr wegdenken kann. Das Beste an diesen Produkten, sie ersetzten gleichzeitig mehrere konventionelle Produkte, der Badezimmerschrank wird also automatisch leerer. Zudem bestehen sie gegenüber konventionellen Pflegeprodukten aus nur einem Inhaltsstoff, der aber vielseitig einsetzbar ist. Somit reduzieren sie gleichzeitig das Risiko von Allergien und Unverträglichkeiten, vielmehr werden diese Allrounder Allergikern von Apothekern empfohlen, da keine Zusatzstoffe enthalten sind. Spannend ist, dass ich manche Verwendungen von diesen Allroundern durch Zufall auf konventionellen (nicht unbedingt auf Nachhaltigkeit ausgerichteten) Beautyblogs entdeckt habe, zum Beispiel dass sich Kokosöl besser zum rasieren eignet als Rasierschaum. Das Öl bildet einen schützenden Film auf der Haut, so dass es weniger zu Irritationen kommt, es ist antibakteriell, so dass ich keine Rasierpickelchen bilden und die Haut speichert nach der Rasur besser die Feuchtigkeit und trocknet nicht aus. Klingt super? Dann lest gerne weiter.

Hier meine Top 4 Allrounder im Badezimmer:

Kokosöl

Kokosöl duftet nicht nur angenehm nach Urlaub, es ist vor allem ein sehr guter Allrounder im Badezimmer: ein gutes Basisprodukt für viele Pflegeprodukte oder als Ersatz für Rasierschaum oder Make-up Entferner.

Das macht Kokosöl besonders:

Kokosöl ist antibakteriell und beinhaltet viele Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente. Es spendet der Haut nachhaltig Feuchtigkeit und die Antioxidantien helfen bei der Entgiftung (von Innen wie von Außen). Durch die antibakterielle Wirkung kann Kokosöl sogar bei Ungezieferbefall bei Menschen und Tieren eingesetzt werden, aber auch bei Hautentzündungen, Akne oder Neurodermitis. Es reinigt, pflegt und schützt.

Welches Kokosöl eignet sich am besten?

Kaufe immer biologisches natives Kokosöl. Bei Kokosöl aus biologischem Anbau wird auf Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und Gentechnik verzichtet. Zudem enthält dieses keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen oder Farb- und Konservierungsstoffe.

Wofür wird Kokosöl eingesetzt in der Körperpflege?

Make-Up Entferner: einfach auf ein Abschminkpad geben und das Make-Up damit entfernen, Kokosöl reduziert aufgrund seiner hohen Feuchtigkeit nebenbei auch Fältchen.

Rasieren: Einfach auf die feuchte Haut auftragen und los rasieren. Selbst nach dem abduschen und trocknen wirst Du merken wie weich deine Haut noch ist.

Körperöl: Nach dem Duschen auf die noch feuchte Haut auftragen, das Öl bindet die Feuchtigkeit in deiner Haut. Damit hilft Kokosöl aber auch gegen Dehnungsstreifen, Cellulite, atopische und trockene Haut.

Haarpflege: Eine Kokosölkur hilft bei trockenem und brüchigen Haar. Kokosöl in den Haaren verteilen (bei trockener Kopfhaut auch gerne auf die Kopfhaut), und über mehre Stunden oder über Nacht einwirken lassen. Dann mit Shampoo oder Haarseife gründlich auswaschen.

Als Basis eignet sich Kokosöl für: Deodorant, Zahnpasta, Körperpeeling

Natron

Natron ist eines der ältesten Hausmittel und du wirst immer wieder darüber stolpern hier. Natron findet man in vielen Heilquellen und Mineralwässern, es kann aber auch chemisch hergestellt werden aus Kochsalz. Woher dein Natron kommt ist aber nicht wichtig für die Qualität und Wirkung. Die bekannteste Anwendung von Natron ist als Backtriebmittel. Natron bekommt man in jeder Dorgerie.

Was macht Natron besonders?

Natron hat folgende Eigenschaften: geruchsneutralisierend, desinfizierend, kalklösend, fettlösend und es ist vor allem basisch, damit hat es die Fähigkeit Säuren zu neutralisieren.

Wofür wird Natron in der Pflege verwendet?

Entsäuerndes Basenbad: 2-3 El Natron in eine Badewanne mit warmen Wasser geben. Hilft den Körper zu entsäuern im Rahmen einer Basen-Kur.

Trockenshampoo für helles Haar: Natron ggf. noch etwas feiner mahlen und in ein Glas mit Siebdeckel oder in einen Salzstreuer füllen. Bei Bedarf etwas Natron auf den fettigen Haaransatz streuen und Haare durchkämmen.

Peeling gegen Mitesser: Mische 1 Teelöffel Natron mit 2 Esslöffeln Kokosöl zu einem feinem Brei und peele damit dein Gesicht.

Basis für: Deodorant, Mundspülung, Zahnpasta

Heilerde

Heilerde ist sehr vielseitig einsetzbar. Als Nahrungsergänzungsmittel zum Beispiel bei Entgiftungskuren, gegen Cholesterin oder bei Magenbeschwerden. Als Naturkosmetik für die Reinigung der Haut, bei Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte und zur Entgiftung der Haut.

Was ist Heilerde?

Heilerde ist Löß, Löß ist ein natürliches Sedimentgestein. Heilerde besteht deshalb aus natürlichen Mineralien Silikat, Kalkspat, Dreischichttonminerale, Feldspat und Dolomit. „Die häufigsten Elemente der Erdkruste sind auch die Hauptbestandteile von Heilerde. Sie enthält in den Mineralien gebunden u. a. Silizium, Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium und Natrium sowie die Spurenelemente wie Kupfer, Mangan, Nickel, Selen und Zink.“ Je nach Anwendung gibt es Heilerde in verschiedenen Feinheitsgraden, je nachdem ob sie innerlich oder äußerlich angewendet wird. In Deutschland ist vor allem die Luvos-Heilerde bekannt. Diese bekommt man in allen Drogeriemärkten und Apotheken.

Wofür wird Heilerde verwendet?

Für die Körperpflege eignet sich am besten die dunkelblaue Luvo-Heilerde 2 (hautfein).

In jedem Karton LUVOS-Heilerde findest Du eine Gebrauchsinformation und auf der Rückseite der Verpackung sind die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten aufgelistet:

Zur unterstützenden Behandlung bei Akne; fettiger, unreiner und entzündlicher Haut, Ekzemen und Ausschlägen, Allergien, Neurodermitis, Psoriasis (Linderung des Juckreizes), Cellulite, Entzündungen in der Mundhöhle bis zum Rachen sowie bei Mundgeruch, Entzündungen und Druckstellen durch Zahnprothesen, Entzündungen von Magen, Darm und Harnwegen, der Therapie zur Fiebersenkung, Verbrennungen, Sonnenbrand, Insektenstichen, oberflächlicher Venenentzündung (z.B. Krampfadern) und Entzündung der Lymphgefäße, eiternden Wunden, kleinflächigen, nässenden Geschwüren, rheumatischen Beschwerden, Prellungen, zur Haut- und Haarpflege (Gesichtsmaske, Peeling, als Auflage bei schuppender und juckender Kopfhaut, Haarwäsche, Bäder).

Ich nutze sie regelmäßig vor allem als Trockenshampoo (bei dunklem Haar). Einfach Heilerde in einen Salzstreuer füllen und auf die fettigen Haaransatz streuen, durchkämmen, fertig! Gibt vor allem tolles Volumen.

Außerdem geht nichts über eine Heilerde Maske, dafür 1:1 mit warmen Wasser mischen (1 Eslöffel Wasser auf 1 Esslöffel Heilerde) und auf´s Gesicht auftragen (Mund, Nase und Augen aussparen). Nach ca. 15 Minuten ist die Maske trocken und kann erst etwas abgerubbelt werden (Peelingeffekt!) und dann mit warmen Wasser gut abspülen. Vor allem für sehr empfindliche Haut ist das eine wunderbare SPA Kur.

Apfelessig

Apfelessig entsteht durch die Fermentation von Äpfeln und ist ein reines Naturprodukt. Die Anwendung von Essig geht viele tausende Jahre zurück. Schon früher wurde Essig zur Desinfektion und zur Konservierung verwendet. Apfelessig enthält zudem viele wichtige Mineralien und Spurenelemente, u.a.. Vitamine A, B1, B2, B6, C und E, Beta-Carotin, Calcium, Fluor, Jod, Zink, Kupfer, Selen. Apfelessig wird zur Entschlackung und im Rahmen von Fastenkuren getrunken. Aber auch in der Haar- und Hautpflege ist es seit langem beliebt.

Wofür wird Apfelessig verwendet?

Haarspülung: Der Ursprung der konventionellen „Haarspülung“ liegt tatsachlich in einer Spülung aus Apfelessig und Wasser. Die „saure Rinsung“ ist quasi die Ur-Oma des Conditioners. Seifen und Shampoos haben einen höheren pH-Wert als unsere Haut und Haare. Apfelessig hat die Eigenschaft den pH-Wert wieder zu neutralisieren. Das Ergebnis: wunderbar glänzende Haare (ohne zu beschweren)! Nach jeder Haarwäsche einfach 5 Esslöffel Apfelessig mit einem Liter kaltem Wasser mischen und damit die Haare spülen. Nicht ausspülen. Der leichte Essiggeruch verfliegt sobald das Haar anfängt zu trocknen.

Gesichtsreinigung: Apfelessig mit etwas Wasser vermischt eignet sich wunderbar zur Gesichtreinigung. Durch die entgiftende und leicht antibakterielle Wirkung reinigt es die Haut, hilft bei Unreinheiten und gegen Fältchen.

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Photo Kokosöl by Jonas Dücker on Unsplash  |  Photo Natron by HowToGym on Unsplash   |  Photo Heilerde by Indivar Kaushik on Unsplash  | Photo Apfelessig by Anshu A on Unsplash

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